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Konfliktmoderation: Praxis-BeispielSituation
Anneliese M. arbeitete in einem großen Industrieunternehmen in einer Abteilung mit 10 Kollegen. Leider fand die Arbeit der gehörlosen Mitarbeiterin bei ihrer Vorgesetzen wenig Beachtung.
Wenn Frau M. Fehler machte, sprach die Abteilungsleiterin darüber mit den Kollegen von Frau M., statt mit ihr selbst. Mehr und mehr litt Anneliese M. unter dieser Situation.
Auch Fortbildungsveranstaltungen und Abteilungsbesprechungen fanden ohne sie statt. Zehn Jahre ertrug sie diesen Zustand, dann reichte es ihr: Sie schaltete ihre Vertrauensfrau für Schwerbehinderte ein.
Maßnahmen
- Die Vertrauensfrau schlug ein gemeinsames Konfliktgespräch vor, am besten mit einen Konfliktmoderator.
- Außerdem sorgte ein Gebärdendolmetscher dafür, dass keine Missverständnisse auftraten und die Probleme wirklich grundlegend erkannt wurden.
- Vorab machte sich der Konfliktmoderator durch mehrere Einzelgespräche ein Bild von Anneliese M. Ebenso sprach er mit ihren Vorgesetzten und ihren Kollegen.
Ergebnisse
- Durch die gemeinsamen Sitzung ist es gelungen, dass alle Beteiligten die jeweiligen Probleme der Anderen erkennen und bereit sind, ein gemeinsames Ziel und gemeinsame Lösungen zu finden.
- Die Vorgesetzte weiß jetzt um ihre falsche Rücksichtnahme und die gehörlose Mitarbeiterin, dass es ein Fehler war, so lange nichts zu sagen.
- Es gibt jetzt Regeln, die eine reibungslosere Zusammenarbeit ermöglichen.
- Bei einem späteren Besuch konnte Dr. Kopp sich von dem Erfolg der gewählten Maßnahmen überzeugen.
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